Sanierung Kanal Geiselbach

Luftbild der Baustelle Augustinerstraße und Blick auf die Geiselbachstraße. (Bildquelle: Stadt Esslingen)
Luftbild der Baustelle Augustinerstraße und Blick auf die Geiselbachstraße. (Bildquelle: Stadt Esslingen)

Stellungnahme der Bürgeraussschüsse Innenstadt und RSKN

ATU Beschlussvorlage 66/643/2018 v. 26.11.2018 „Sachstandsbericht Geiselbachstraße“

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Zieger.

Sehr geehrter Herr erster Bürgermeister Wallbrecht,

 

bezugnehmend auf die im ATU am 26.11. 2018 vorzustellende o. g. Beschlussvorlage nehmen die betroffenen Bürgerausschüsse gemeinschaftlich wie folgt Stellung:

 

Im Sinne zehntausender betroffener Bürger, die durch schleppend verlaufende und sich immer wieder verzögernde Tiefbauarbeiten seit langer Zeit täglich große Mobilitätseinschränkungen hinnehmen müssen, lehnen die o. g. Bürgerausschüsse die dargestellte Vorgehensweise entschieden ab!

 

Den geltenden Statuten der Esslinger Bürgerausschüsse folgend, werden wir an die im Gemeinderat vertretenen Parteien unsere nachstehenden Forderungen entsprechend herantragen.     

 

1. Nach Beendigung der aktuellen Bauarbeiten im März/April 2019 ist die Geiselbachstraße zunächst wieder vollständig für die beidseitige Befahrung freizugeben!

 

Die erwähnten vorgezogenen Maßnahmen haben sich, wenn nötig parallel zur „normalen“ Nutzung des betroffenen Abschnitts zu vollziehen. Denn bei der bisherigen Planung einer Fertigstellung Anfang 2020 wäre ja auch ein Bau ohne diese vorgezogenen Maßnahmen möglich gewesen, somit wiegt der  Gesamtschaden für die Bevölkerung durch die weiter bestehenden Einschränkungen erheblich höher als der mögliche, geringe Vorteil durch die in der Vorlage aufgezeigte Planung.

 

2. Durch die Verschiebung der Vollsperrung in 2020 und den dadurch in der Vorlage selbst aufgezeigten Planungszeitgewinn und größerem Zeitrahmen zur Auswahl der Baufirmen hat die  Prüfung der Umsetzbarkeit eines Zweischicht-Baubetriebs sowie die Sicherstellung einer besseren Leistungsfähigkeit der Umleitungstrecke für alle Verkehrsträger zu erfolgen!

 

Zweischichtarbeiten sind im Rahmen der geltenden nationalen und EU-weiten Regelungen zu Lärmschutz und Arbeitszeiten unter der Berücksichtigung von Ruhepausen und Rüstzeiten möglich und kommen in den umliegenden Städten auch regelmäßig zur Anwendung. Dieses Vorgehen hat eine deutliche Verkürzung der Bauzeit und damit zeitliche Reduzierung der massiven Verkehrs-beeinträchtigung zur Folge. Je früher die weitläufige und zeitraubende Umfahrung der Baustelle beendet ist, umso weniger Schadstoffausstoß entsteht und der wirtschaftliche Schaden für die Bevölkerung/die Gewerbetreibenden ist eingedämmt. Ein Zweischichtbetrieb führt überdies, durch die höhere Effektivität zur Kostenreduktion im Einsatz der Arbeitsmittel.  

 

Wir bitten um die entsprechende intensive Verfolgung o. g. Forderungen zur Vorgehensweise durch  die beteiligten Ämter der Stadtverwaltung und eine zeitnahe Rückmeldung an die Bürgerausschüsse.